Das komplexe Handlungsfeld zwischen Collaboration, Social Media und Security stand im Mittelpunkt der CMG-AE Tagung am 25. November 2013. Gastgeber Willheim Müller Rechtsanwälte stellten den Rahmen für eine interaktive Veranstaltung zur Verfügung. Die heutige Arbeitswelt gestaltet sich immer flexibler, sowohl in zeitlicher als auch in räumlicher Hinsicht. Es sind aber nicht nur die Unternehmen, die von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Mobilität fordern, auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gewinnt das Thema Mobility zunehmend an Bedeutung. Dadurch sehen sich Unternehmen mit neuen Herausforderungen in organisatorischer und rechtlicher Hinsicht konfrontiert. Auch neue Sicherheitsaspekte treten in den Vordergrund.

Diese drei Bereiche - Collaboration, Social Media und Security - wurden von den Speakern Stephan Winklbauer (Willheim Müller Rechtsanwölte), Thomas Broessler (exantis), Garrick Ovenell (xMatters), Ulrich Pöschl (Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport), Robert Baumgartner (Trend Micro) und Johannes L. Zeitelberger (ALLDIALOG GmbH & CoKG) im Rahmen der Tagung angesprochen. Josef Dirmüller, CMG-AE Vorstand und Leiter des Themenpanels „IT Transformation“ führte als Moderator durch den Vormittag.

 
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Collaboration ist in der heutigen Zeit immer wichtiger, gestaltet sich aber auch immer schwieriger. Entscheidend ist es, in unserer schnelllebigen Welt Entscheidungen zu treffen, so Zeitelberger. Dabei steht nicht die Effizienz im Vordergrund, letztendlich ist nur das Ergebnis relevant. Um jedoch in der Lage sein zu können, solche Entscheidungen treffen zu können, bedarf es an Wissen. Die Wissensarbeit steht somit im Mittelpunkt der Arbeitswelt. Die Vermittlung dieses Wissens ist jedoch keinesfalls einfach. Während Informationen „gehandelt“ werden können und eine Anleitung vermitteln, stellt Wissen die tatsächliche Befähigung dar, selbstständig etwas zu leisten. Wissen ist somit immer in einer Person verortet.


Die Vernetzung von Wissensträger muss als zentrales Ziel gesehen werden. E-Mails stellen in dieser Hinsicht nur mehr eine unbefriedigende Art der Kommunikation dar. Vielmehr müssen Tools zum Einsatz kommen, die die Beziehungen zwischen den Menschen abbilden. Wichtig ist allerdings, die auf uns einströmende Flut an Informationen zu filtern. Anders als dies aktuell der Fall bei E-Mail-Accounts ist, ist es bei weitem Effizienter Informationen nur an die Personen zu versenden, die tatsächlich auch in der Lage sind, das Problem zu lösen. xMatters stellt dafür ein Tool zur Verfügung, mit dem Informationen individualisiert distribuiert werden können.

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Wie wichtig es ist, bei alledem nicht den Sicherheitsaspekt aus den Augen zu verlieren wurde eindrucksvoll von Ulrich Pöschel unter Beweis gestellt und in weiterer Folge von Robert Baumgartner noch einmal wiederholt. Selbst Dateien, die von Virenprogrammen nicht als infiziert erkannt werden, können, unter Verwendung von einfachsten Mitteln, dennoch infiziert werden und einen großen Schaden anrichten. Dies konnte den Zuhörern anschaulich in einer Live-Demo gezeigt werden

 
Wichtig ist zu beachten, dass nicht nur technische Maßnahmen für die Sicherheit relevant sind. Auch Awareness und Policies stellen, speziell im Social Media Bereich, nützliche und wichtige Tools dar. Dabei gibt es, was die Herangehensweise an das Thema Social Media betrifft, für Unternehmen unzählige Möglichkeiten. Policies alleine reichen dabei häufig nicht aus. Zwar kann es durchaus hilfreich sein den Mitarbeitern zu vermitteln was erlaubt ist und was gerne gesehen wird, zusätzlich müssen aber unbedingt auch noch andere Maßnahmen, Beispielsweise aus der Compliance-Welt gesetzt werden.

Einige rechtliche Grundlagen müssen aber in jedem Fall beachtet werden, wenn man sich in der Welt der sozialen Medien bewegt, speziell wenn es um das Werben in sozialen Netzwerken geht. Dieser Bereich ist mittlerweile stark reglementiert, es gelten die gleichen rechtlichen Grundlagen wie beispielsweise bei Printwerbung oder auf Homepages. So muss die Fanpage auf Facebook ebenfalls ein Impressum beinhalten, Namensrecht müssen eingehalten und Werbung als solche klar erkennbar sein.

Der Vormittag gab den Teilnehmern einen guten Einblick in das Thema „Collaboration, Social Media und Security“, zeigte aber gleichzeitig auch auf, wie komplex die Thematik ist und wie viele Anknüpfungspunkte gefunden werden können. Beim Mittags-Snack hatten die Teilnehmer im Anschluss an die Tagung noch die Möglichkeit, die eine oder andere Diskussion zu führen und eventuell offen gebliebene Punkte anzusprechen.



Fotos: Werner Kläring
Text: Julia Raffetseder

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